Pressemitteilung

Wilke-Wurst: Immer neue Erkenntnisse zu Behördenversagen und systematischer Täuschung der Kunden

Wie der Hessische Rundfunk berichtet, soll es bei Wilke-Wurst nach den bisherigen Ermittlungen bereits seit dem Jahr 2012 zu erheblichen Überproduktionen gekommen sein. Diese hätten nicht mehr adäquat gekühlt und gelagert werden können. Statt die vergammelte Ware zu vernichten, ist sie offenbar vorsätzlich von der Geschäftsleitung zum Verkauf freigegeben worden. Dazu erklärt Torsten Felstehausen, verbraucherschutzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es zeugt von erheblicher krimineller Energie, wenn die Geschäftsleitung der Firma seit langem verdorbene Wurst in den Handel gegeben hat. Den HR-Informationen zufolge muss davon ausgegangen werden, dass systematisch verschimmelte Wurst nicht entsorgt, sondern mit Geschmacksverstärkern versehen zum Verkauf angeboten wurde. Diese neuen Informationen sind vorläufig der traurige Tiefpunkt in einem der schlimmsten Lebensmittelskandale der letzten Jahre.  Da nicht auszuschließen ist, dass es sich bei den kriminellen Machenschaften nicht nur um Einzelfälle handelt, sind Landesregierung und kommunale Veterinärbehörden aufgefordert, den Bereich der Lebensmittelkontrolle personell und fachlich deutlich aufzustocken.

DIE LINKE wird sich im Rahmen der Haushaltsberatungen dafür einsetzen, dass das Land Hessen den Kommunen die erforderlichen Mittel bereitstellt. Es bleibt in der Verantwortung von Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne), eine Fachaufsicht zu installieren, die diesen Namen auch verdient und nicht weiter einen Teil des ‚Problems Lebensmittelkontrolle‘ darstellt.“

Wenn es um Gesundheit und Menschenleben gehe, dürfe es kein Wegsehen, kein Vertuschen und kein Abwälzen der Verantwortung geben, so Felstehausen.