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Pressemitteilung


Zusatz-Preiserhöhung auch im NVV? Verkehrswende geht anders

Laut Hessischem Rundfunk wird der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) in einer Aufsichtsratssitzung Ende März über außerplanmäßige Fahrpreiserhöhungen im Sommer beraten. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Rhein- Main-Verkehrsverbund (RMV) solche Preiserhöhungen bereits überraschend beschlossen hat. Dazu erklärt Axel Gerntke, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Dass nach dem RMV nun auch der NVV eine weitere Preiserhöhung plant, ist ein völlig falsches Signal für die Verkehrswende. Um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen, muss der Anteil von Bus und Bahn gegenüber dem Autoverkehr erheblich wachsen. Dafür müssen die Preise deutlich runter, nicht rauf - sonst werden diejenigen noch bestraft, die sich bereits vorbildlich verhalten.“

Bei den bereits beschlossenen Preiserhöhungen des RMV würden manche Einzelfahrten mehr als 10 Prozent innerhalb eines halben Jahres teurer, so Gerntke. Das sei gerade in diesen Zeiten unverantwortlich, in denen immer noch viele Menschen Einkommenseinbußen durch Corona hätten. Der öffentliche Nahverkehr sei eine hoheitliche Aufgabe, hier dürfe sich die Landesregierung nicht hinter scheinbaren betriebswirtschaftlichen Sachzwängen verstecken.

„Die unzweifelhaft gestiegenen Betriebskosten dürfen nicht auf die Fahrgäste abgewälzt werden. Das Land Hessen muss den ÖPNV besser finanzieren und auch grundlegend neue Wege der Finanzierung ins Auge fassen. Das könnten etwa Unternehmensabgaben für die Erschließung mit Bus und Bahn sein, wie sie in anderen Ländern Europas bereits existieren. Mit der überfälligen Abkehr von der Logik möglichst hoher ‚Kostendeckungsgrade‘ durch die Fahrgäste würde dann perspektivisch ein Nulltarif sowie der Ausbau des ÖPNV auch in ländlichen Regionen möglich.“

Hinweis:
DIE LINKE hat eine Kleine Anfrage eingereicht, um den Entscheidungsprozess im Vorfeld der überraschenden Sondertariferhöhung im RMV transparenter zu machen – diese finden Sie anbei.
 

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