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Psychiatrische Versorgung in Hessen: Wir werden kein Abwiegeln zulassen

 

Am heutigen Montag kam der Sozialausschuss auf Antrag der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag zu einer Sondersitzung zusammen, um über im hr-Magazin „defacto“ berichtete Missstände in der Akutpsychiatrie am Universitätsklinikum Frankfurt zu beraten. Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion, schätzt den Bericht der Landesregierung ein:

„Der Bericht der Landesregierung ist sehr enttäuschend. Wer bei wiederkehrenden Beschwerden und Überlastungsanzeigen des Personals sowie mehreren offenen Briefen an die Klinikleitung die Probleme in der Akutpsychiatrie auf einige bauliche Mängel zu reduzieren versucht, will offensichtliche Probleme in einer Landeseinrichtung wegmoderieren. Dies wird der Situation von Patientinnen und Patienten und Pflegekräften nicht gerecht.“

Böhm verweist darauf, dass die Befragung der Landesregierung am heutigen Abend noch fortgesetzt wird. Auch darüber hinaus wird DIE LINKE. im Hessischen Landtag die Situation der psychiatrischen Versorgung, insbesondere im stationären Bereich, nicht ruhen lassen.

„Wir bedanken uns sehr beim Personal, welches die anspruchsvolle Arbeit in der Akutpsychiatrie bewältigt. Diese brauchen die Unterstützung ihres Arbeitgebers und der Landesregierung. Wir brauchen eine bessere psychiatrische Versorgung mit mehr ambulanten und Krisenangeboten, wir brauchen mehr und gut ausgebildetes Personal in den Kliniken. Wir brauchen eine an den Leitlinien orientierte gute Behandlung. Nur so kann eine an den Grund- und Menschenrechten orientierte psychiatrische Versorgung tagtäglich und flächendeckend in der Realität umgesetzt werden.“

Hinweis:  Die Fortsetzung der Sitzung des Sozialausschusses findet nach dem Ende des heutigen Plenums im Raum 204 M statt. Auch hier wird DIE LINKE erneut die Öffentlichkeit beantragen.

 


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