140x190 marjana schottMarjana Schott

schied zum Ende der 19.Legislaturperiode aud dem Landtag aus.
Die Fraktion dankt Ihr für Ihren langjährigen parlamentarischen Einsatz.
  
 
  

www.marjana-schott.de
 


Pressemitteilungen

Anstieg der Kinderarmut: Kinder dürfen nicht unter Armut leiden müssen


Zu der heutigen Vorstellung des Berichts der Bertelsmann-Stiftung zur Kinderarmut in Deutschland erklärt Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Kinder in den Städten Offenbach, Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt müssen sehr häufig von Hartz-IV-Leistungen leben. Die Spanne bewegt sich zwischen 20 und 34 Prozent. Der Landkreis mit den höchsten Zahlen ist der Kreis Groß-Gerau mit 17,4 Prozent. Dabei fällt auf: Es sind besonders die Familien mit kleinen Kindern, bei denen die Eltern Grundsicherungsleistungen beantragen müssen. Während in ganz Hessen 14,4 Prozent der Kinder betroffen sind, sind es bei denen unter sechs Jahren zwei Prozentpunkte mehr. Fast 60 Prozent dieser Kinder sind drei Jahre und länger mit der Situation konfrontiert, dass nie genügend Geld vorhanden ist, um die wichtigsten Bedürfnisse der Familie zu erfüllen. Doch statt Kinderarmut zu bekämpfen schaut die Landesregierung zu, wie die Zahlen weiter steigen.“

Die Zahlen zeigten immer wieder aufs Neue das ganze Ausmaß der Misere, da auch Familien ohne SGB-II-Bezug in Armut lebten. Die Landesregierung sehe diese nicht als dringend zu lösende Herausforderung an, sondern ducke sich weg und beteilige sich an der Politik der Ausgrenzung eines großen Teils der Bevölkerung, für die Teilhabe nicht mehr möglich sei, so Schott.

„Die Regelsätze bieten keine Möglichkeit, die elementaren Bedürfnisse wie Wohnen, Energie, Mobilität und Bildung zu gewährleisten, sie verhindern auch kulturelle und soziale Teilhabe. DIE LINKE sieht einen großen Handlungsbedarf in der Sozialpolitik. Hartz IV muss durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung ersetzt werden. Wir brauchen eine Beschäftigungspolitik, die Menschen wieder in Arbeit bringt, es ist die zentrale Aufgabe der öffentlichen Hand, sozialversicherungspflichtige, unbefristete Arbeitsplätze zu schaffen, von denen die Menschen leben können und nicht einen massiven Stellenabbau zu betreiben.
Darüber hinaus brauchen wir Beitragsfreiheit in den Kindertagesstätten, kostenlose Mittagessen in allen Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche und einen öffentlichen Nahverkehr, der von diesen kostenlos genutzt werden kann.“

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Zu der heutigen Vorstellung des Berichts der Bertelsmann-Stiftung zur Kinderarmut in Deutschland erklärt Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Kinder in den Städten Offenbach, Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt müssen sehr häufig von Hartz-IV-Leistungen leben. Die Spanne bewegt sich zwischen 20 und 34 Prozent. Der Landkreis mit den höchsten Zahlen ist der Kreis Groß-Gerau mit 17,4 Prozent.

Dabei fällt auf: Es sind besonders die Familien mit kleinen Kindern, bei denen die Eltern Grundsicherungsleistungen beantragen müssen. Während in ganz Hessen 14,4 Prozent der Kinder betroffen sind, sind es bei denen unter sechs Jahren zwei Prozentpunkte mehr. Fast 60 Prozent dieser Kinder sind drei Jahre und länger mit der Situation konfrontiert, dass nie genügend Geld vorhanden ist, um die wichtigsten Bedürfnisse der Familie zu erfüllen. Doch statt Kinderarmut zu bekämpfen schaut die Landesregierung zu, wie die Zahlen weiter steigen.“

Die Zahlen zeigten immer wieder aufs Neue das ganze Ausmaß der Misere, da auch Familien ohne SGB-II-Bezug in Armut lebten. Die Landesregierung sehe diese nicht als dringend zu lösende Herausforderung an, sondern ducke sich weg und beteilige sich an der Politik der Ausgrenzung eines großen Teils der Bevölkerung, für die Teilhabe nicht mehr möglich sei, so Schott.

„Die Regelsätze bieten keine Möglichkeit, die elementaren Bedürfnisse wie Wohnen, Energie, Mobilität und Bildung zu gewährleisten, sie verhindern auch kulturelle und soziale Teilhabe. DIE LINKE sieht einen großen Handlungsbedarf in der Sozialpolitik. Hartz IV muss durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung ersetzt werden. Wir brauchen eine Beschäftigungspolitik, die Menschen wieder in Arbeit bringt, es ist die zentrale Aufgabe der öffentlichen Hand, sozialversicherungspflichtige, unbefristete Arbeitsplätze zu schaffen, von denen die Menschen leben können und nicht einen massiven Stellenabbau zu betreiben.

Darüber hinaus brauchen wir Beitragsfreiheit in den Kindertagesstätten, kostenlose Mittagessen in allen Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche und einen öffentlichen Nahverkehr, der von diesen kostenlos genutzt werden kann.“


Pressestelle DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag
Pressesprecher: Thomas Klein
Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
Fon: 0611  350 60 79
Mobil 0176  80 12 81 97
Fax: 0611  350 60 91