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Pressemitteilung


Erzwungene Öffnungen der Grundschulen spielt Eltern gegen Lehrkräfte aus

Anlässlich der Aufnahme des Regelbetriebs für alle Schülerinnen und Schüler an hessischen Grundschulen erklärt Elisabeth Kula, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: 

„Die vom Kultusministerium beschlossene, vorgezogene Öffnung der Grundschulen hat bei Schulleitungen und Lehrkräften für viel Unverständnis und Ärger gesorgt. Wir teilen die vorgebrachte Kritik an dieser Maßnahme: Wochenlang wurden individuelle Hygienekonzepte erstellt, Fernunterricht initiiert und vorsichtiger Präsenzunterricht geplant. Und nun sollen zwei Wochen vor den Sommerferien alle Grundschulen ohne konzeptuelle Hilfe vom Land in kompletter Besetzung wieder öffnen – das ist vielerorts so gar nicht umsetzbar.“

Für viele Eltern und vor allem die Schülerinnen und Schüler sei das zwar auf den ersten Blick eine gute Nachricht. Aber auch sie seien natürlich auf guten Unterricht und eine gut organisierte Schule angewiesen, so Kula. Dies sei innerhalb von sieben Werktagen seit der Verkündung der Öffnung durch die Landesregierung schlicht kaum realisierbar.

„Die Grundschulen sollen nun das austesten, was nach den Ferien für alle gelten soll: der Regelbetrieb. Nur sind gerade die Grundschulen besonders stark vom Lehrkräftemangel betroffen. Dies erhöht den Druck auf die Lehrkräfte massiv, denn sie stoßen vor Ort auf Eltern, die darauf vertrauen, dass die Zusagen der Landesregierung auch erfüllt werden können. Eine solche Politik spielt Eltern und Lehrkräfte gegeneinander aus, statt sie an einen Tisch zu holen und gemeinsam über die nächsten Schritte der Öffnung zu entscheiden. Hier rächt sich einmal mehr, dass das CDU-geführte Kultusministerium während der Corona-Krise an den Beteiligten vorbei agiert hat.

Für DIE LINKE steht fest: Eine Anpassung der Besoldung von Grundschullehrkräften - A13 auch für diese - wäre das Mindeste, was an Anerkennung für ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen möglich sein muss.“


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