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Pressemitteilung


Fehlende Testmöglichkeiten: Wann kann in der Altenpflege endlich umfassend getestet werden?

Zu den zahlreichen Berichten über weiterhin fehlende Testmöglichkeiten im Bereich der Arbeit mit Risikogruppen erklärt Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Seit März rufen die Senioren- und Pflegeeinrichtungen nach Testmöglichkeiten, um gerade ältere Personen besser vor Corona-Infektionen schützen zu können. Passiert ist wenig. Erst zögerte das hessische Gesundheitsministerium mit den regelmäßigen Testangeboten für die Beschäftigten bis zum Ende des Sommers. Jetzt steht der Winter vor der Tür, aber die Finanzierung der Tests ist für die Träger immer noch nicht gesichert. Zudem gibt es offensichtlich keine ausreichenden Reserven für Antigen-Schnelltests. Ein solches Fehlmanagement kostet Menschenleben.“

Böhm verweist darauf, dass ein Großteil der Todesfälle in Zusammenhang mit Sars-CoV-2 auf Alten- und Senioreneinrichtungen zurückgehe. Allein in diesem Monat seien bereits 100 Menschen mit SARS COV-2 gestorben. In der Altenpflege funktionierten Abstand halten und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz nur sehr eingeschränkt, so dass es zu einer schnellen Ausbreitung der Infektion komme, so Böhm.

„Eine zweite Welle war zu erwarten und durch die Expertinnen und Experten vorhergesagt. Warum konnte die Kostenübernahme nicht vorsorglich geklärt werden? Warum wurden durch die Landesregierung keine Vorab-Verträge mit regionalen Pharma-Unternehmen geschlossen, die eine Abnahme von Schnelltests zugesichert hätten? Das wäre ein wirkungsvoller Anreiz für Produktionsumstellungen und deren Ausbau gewesen. Stattdessen führt das bürokratische Verfahren zu weiteren Verzögerungen, da die Betreiber der Einrichtungen befürchten mussten, auf den Kosten sitzen zu bleiben. Nun heißt es wieder warten. Das planlose Handeln der hessischen Landesregierung in der Corona-Pandemie ist bestürzend.“


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