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Pressemitteilung


FFP2-Maskenpflicht setzt kostenfreie Abgabe und Verfügbarkeit für alle Menschen voraus

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hält einen Bund-Länder-Beschluss zur Einführung von FFP2-Schutzmasken im Öffentlichen Nahverkehr für denkbar – auch für den Lebensmitteleinzelhandel wird über entsprechende Maßnahmen diskutiert. Dazu erklärt Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Eine FFP2-Maskenpflicht ist nur denkbar, wenn es ausreichend Masken gibt und diese kostenfrei für alle Menschen bereitgestellt werden. Die Nutzung des ÖPNV und die Möglichkeit, Lebensmittel zu kaufen, darf nicht vom Einkommen abhängig sein. Allein die Ankündigung dieses Schrittes hat wieder zu Verknappung und Verteuerung geführt. Wenn arme Menschen diskriminiert werden und Bußgelder die sozial Benachteiligten ins Abseits schieben, wird nicht das Corona-Virus bekämpft, sondern unsere Gesellschaft immer weiter gespalten.“

Beim Thema der Maskenvergabe gebe es bisher leider viel Chaos, so Böhm.

„Bisher gelingt es nicht einmal, die Risikogruppen ausreichend mit FFP2-Masken zu versorgen. Wir haben starke Zweifel, dass die Versorgung für alle Menschen in Deutschland nun gelingt. Ohne diese gewährleisten zu können, ist eine Pflicht klar abzulehnen.

Zudem ist eine Aufklärung zur richtigen Handhabung notwendig. Ohne diese sind FFP2-Masken teils weniger wirkungsvoll als selbst einfachste Mund-Nase-Bedeckungen. Menschen mit Vollbart können diese zum Beispiel nicht korrekt tragen. Auch gibt es Untersuchungen, dass die vermeintliche Sicherheit zur Reduzierung des Abstandhaltens führt und damit kontraproduktiv sein kann. Statt sich auf die vermeintliche Sicherheit von FFP2-Masken zu fokussieren, brauchen wir endlich notwendige Eingriffe bei bestehenden Kontakten: Dazu gehören eine Homeoffice-Pflicht, wo immer möglich, ein Wechselmodell in den Schulen und das Herunterfahren gesellschaftlich verzichtbarer Produktionen.“


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