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Pressemitteilung


Hanau-Untersuchungsausschuss: Ohne das Notruf-Versagen könnte Vili-Viorel Păun noch leben

Anlässlich der zweiten öffentlichen Sitzung des Untersuchungsausschusses zum rechtsterroristischen Anschlag in Hanau erklärt Saadet Sönmez, Obfrau der Fraktion DIE LINKE. im Hanau-Untersuchungsausschuss sowie Wahlkreisabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis:

„Niculescu Păun hat mit beeindruckender Klarheit seine Erkenntnisse zum Versagen des polizeilichen Notrufs und der anschließenden Aufarbeitung durch Polizei, Innenministerium und Staatsanwaltschaft geschildert. Daraus lässt sich schließen, dass sein Sohn Vili-Viorel Păun ohne das Versagen des Notrufs noch leben könnte. Laut Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Hanau war es 20 Jahre lang bekannt, dass die Organisation des Notrufs der Polizeiwache Hanau I unzureichend ist, weil die Technik veraltet und das Personal unzureichend ist.“

Am 27. Juni 2016 sei dem Landespolizeipräsidium sogar eine Untersuchung vorgelegt worden, die exakt zu dem Schluss gekommen sei, dass die Kapazitäten in Sachen Notruf nicht ausreichend seien, so Sönmez.

„Klar ist: Vili-Viorel Păun könnte noch leben, wenn es einen funktionierenden Notruf gegeben hätte. Bereits am 14. Mai 2020 hatte Niculescu Păun dies öffentlich gemacht. Doch erst im Januar 2021, also acht Monate später, hat die Staatsanwaltschaft mit Vorermittlungen begonnen – eine Zumutung für die Angehörigen. Darüber hinaus hat Innenminister Beuth auch noch versucht, die Öffentlichkeit darüber zu täuschen, dass der Notruf in der Tatnacht nicht ausreichend besetzt war. Zudem haben die Ausführungen von Emis Gürbüz und Niculescu Păun gezeigt, dass die psychosoziale Notfallversorgung in der Tatnacht und in den darauffolgenden Tagen nicht funktioniert hat – und die Informationspolitik der Polizei gegenüber den Angehörigen war schlicht ignorant.“


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